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Fanfic - Awakening

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Fanfic - Awakening

Postby QelTalas » Thu Jun 29, 2006 3:29 pm

(So... da ichs für komplett sinnbefreit halte, wenn alle ihre Texte in einen Thread schmeissen, mach ich meinen eigenen auf. *Eigentumsschild drannagel*)


Kapitel 1



New York, 2001. In der St. Mary´s Church kniete Pater Frank O´Flanahan vor dem Altar und betete. Das Öffnen der Kirchentür unterbrach ihn in seinem Gebet. Er stand auf, um nachzusehen wer seine Kirche betreten hatte und sah nur noch, wie jemand in einem langen schwarzen Mantel den Beichtstuhl betrat. O´Flanahan strich sein Talar glatt und betrat die Kammer. Er setzte sich und öffnete das Sichtfenster.
„Vergib mir Vater, denn ich habe gesündigt.“ kam es aus der anderen Kammer. Die Stimme des Beichtenden war dunkel und klang seltsam verzerrt, als hätte der Mann einen Frosch im Hals. O´Flanahan seufzte und wünschte sich, diesen Satz einen Tag lang nicht zu hören. „Was hast du getan, mein Sohn, dass du beichten musst?“ fragte er den Mann.
Sein Gegenüber schien zu lachen, als er erzählte: „ Ich habe getötet. Mehrfach. Ich habe geplündert und vergewaltigt. Ich habe gestohlen und betrogen. Ich bin ein Sünder und möchte büßen.“ O´Flanahan bekreuzigte sich und nahm sein Kreuz in die Hände. „Sohn, ich kann dir nicht einfach so Absolution erteilen, nicht, wenn das, was du mir erzählt hast, stimmt. Du musst zur Polizei gehen und dich stellen, vielleicht, wirst du eine milde Strafe erfahren.“
Der Mann lachte auf. „Eine milde Strafe? Was stellen Sie sich unter einer milden Strafe vor, Pater? Die Giftspritze? Oder doch nur lebenslang Gefängnis? Sie wissen ganz genau, dass, wenn ich mich stelle, der Stuhl auf mich wartet.“ Pater O´Flanahan schluckte schwer. „Im Staate New York ist die Todesstrafe abgeschafft worden, das müsstest du wissen, Sohn.“
„Ja, in N. Y., aber nicht in Texas oder anderen Staaten. Ich habe nicht nur in New York Verbrechen begangen. Ich würde wohl so oder so zum Tode verurteilt werden, selbst wenn sie dazu in New York die Todesstrafe wieder einführen müssten.“ Er kicherte leise. „Das wäre doch was: Sie führen extra wegen mir die Todesstrafe wieder ein. Nein, Pater, ich kann und werde mich nicht stellen. Ich habe noch viel zu tun und wenig Zeit. Ich dachte, wenigstens hier würde ich Absolution bekommen, aber dem ist wohl nicht so. Deswegen werde ich mich verabschieden. Guten Tag, Pater.“ Der Mann verließ den Beichtstuhl.
Pater O´Flanahan stürmte aus dem Beichtstuhl und wollte dem Mann hinterher, aber dieser war nicht mehr zu sehen. Er seufzte und wollte gerade in sein Zimmer, um die Polizei zu rufen, als er ein kratzendes Geräusch über sich hörte. Er sah auf und wollte schreien, aber dazu fehlte ihm die Kraft und die Zeit. Zwei rotglühende Augen waren das Letzte, das Pater O´Flanahan sah.
Der Mann erhob sich und entfernte sich von der blutüberströmten Leiche des Priesters. „Leben Sie wohl Pater. Und legen Sie ein gutes Wort für mich ein.“ Lachend verließ der Mann die Kirche.
Keine 5 Minuten später kam die Haushälterin des Paters und wollte nachsehen, wo er denn blieb. Als sie an die Beichtstühle trat und O´Flanahan sah, schrie sie so laut, dass mehrere Nachbarn die Polizei anriefen. Als die Beamten eintrafen, fanden sie die bewusstlose Haushälterin neben dem leblosen und in einer Blutlache liegenden Pater O´Flanahan. Als die Haushälterin später wieder erwachte, konnte sie den Beamten der Mordkommission nicht mehr sagen, als das sie das Lachen eines Mannes gehört hatte und dann die Leiche des Paters fand.
Der Anblick seiner vor Todesangst geweiteten Augen würde sie nie wieder vergessen können, so tief hatte sich der Anblick in ihr Gedächtnis gebrannt.
Inzwischen hatte es angefangen in Strömen zu regnen. Der Killer stand gegenüber der Kirche auf dem Bordstein und beobachtete die Kirche und die Beamten, die nach Spuren suchten.
„Ich wünsche Ihnen viel Glück. Sie werden es brauchen.“ Seine Augen glommen kurz rot auf und er trat in die Schatten und verschwand in ihnen.





Im Hauptquartier der New Yorker Polizei hatte man schon eine Spezialeinheit gegründet, die sich mit einem Killer befasste, der immer auf die gleiche Art tötete: Er riss seinen Opfern das Herz aus dem Leib und ließ es neben ihnen liegen. Seine Opfer hatten nichts, was sie verband. Jedenfalls nichts, das den Beamten ins Auge fiel. Sie stammen aus verschiedenen Familien, hatten verschiedene Blutgruppen, verschiedene Sternzeichen und kamen auch aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Stellungen: Eines der Opfer war eine Kassierern in einem Supermarkt, ein Anderes war ein Wall-Street-Anwalt. Im Ganzen waren den Beamten 20 Menschen bekannt, die der Killer ermordet hatte und sie hatten nicht vor, noch viel mehr dazukommen zu lassen. Aber dass er jetzt auch noch einen Priester getötet hatte, war den Beamten ein Rätsel, denn sie dachten immer, die Morde waren religiöser Natur und nun hatte er jemanden getötet, der die christliche Religion vertrat. Sie standen wieder am Anfang.
Detective Greg Capullo, der Leiter dieser Sondereinheit, stand vor einer Tafel, auf der die Fotos der Opfer und ihre Hintergründe angebracht waren und dachte nach. Er rieb sich das unrasierte Kinn und seufzte. Warum nur immer ich? Fragte er sich. Warum bin ich immer der Depp, dem sie die unlösbaren Fälle an die Backe pinnen? Ist mein Karma schlecht? Hab ich schlechten Atem? Er griff nach seinem Kaffe, nippte an ihm und stellte ihn wieder ab. „Oh, Mann, selbst der Kaffee schmeckt beschissen.“ Er kramte in seiner Hosentasche nach seinen Zigaretten und fand sogar noch eine. Stirnrunzelnd zündete er sie an und betrachte wieder die Tafel. „Wie viele müssen es noch sein, damit du zufrieden bist, du sadistischer Arsch? Wie viele müssen noch sterben, bis du genug hast? Ach VERDAMMT!!“ Er schleuderte den Kaffee mit einer Handbewegung vom Tisch an die Wand. Ein schüchternes Klopfen ließ ihn aufhorchen. „Ja? Was ist denn?“ Penny, seine Sekretärin betrat den Raum. „Sorry, Detective, aber... es hat einen weitern Mord gegeben. Diesmal war es der Hausmeister einer Grundschule. Er wurde in der Seitengasse einer Kneipe gefunden. Dasselbe Muster. Ihm wurde das Herz rausgerissen und neben ihn gelegt.“ Capullo schloss die Augen. Er massierte mit seinen Fingern die Schläfen. „Gott, diesmal war er schnell. Nicht mal 2 Stunden zwischen den Morden. Wenn er sich in dem Tempo weiter steigert, rennt er bald wild metzelnd durch die Stadt. Wir müssen ihn aufhalten, verdammt. In Ordnung, sag den Jungs von der Spuren-sicherung, sie sollen wie immer alles untersuchen und mir dann Bescheid geben. Und sag Jack, er soll mir alles besorgen, was über das Opfer bekannt ist und zwar schnell. Ich hol mir nen neuen Kaffee und neue Kippen. Ich glaub, ich werd auch heut nicht zum pennen kommen.“ Capullo griff sich seinen Mantel und verließ die Wache. Er stieg in seinen Pontiac und fuhr zum nächsten Imbissstand. Der Wagen hielt auf Capullo´s Stammplatz und der etwas zu dick geratene Detective stieg aus. Er betrat den Imbiss und ging zum Zigarettenautomaten, der gleich neben dem Eingang hing. Obwohl er eigentlich immer die gleiche Marke rauchte, sah sich Capullo die anderen angebotenen Marken an, holte etwas Kleingeld aus seiner Hosentasche und ließ sich, wie immer, eine Schachtel Pall Mall aus dem Automaten. Während er zu einem freien Tisch ging, winkte er der Bedienung zu und wickelte dann die Schachtel aus. Mit einem Ächzen setzte Capullo sich an einen der Tische am Fenster und zündete sich eine Zigarette an. Er zog den Rauch tief ein und musterte die Menschen, die vor der Scheibe vorbei gingen. „Du bist dort irgendwo. Irgendwo da draußen und ich krieg dich, du Arsch.“
„Morgen, Greg. Wieder nen Kaffe und nen Donut?“ Capullo drehte sich um und grinste Pam, eine der Bedienungen in dem Imbiss, an. „Klar, außer ihr habt seit heute auch Champus und Kaviar.“ Pam grinste zurück. „Nö, heute nicht, aber morgen vielleicht. Also, Kaffee und nen Donut. Kommt gleich.“ Capullo sah ihr nach und musterte sie von oben bis unten, wobei sein Blick etwas länger auf ihrem Hinterteil ruhte. „Oh Junge, du arbeitest einfach zu lange.“ Er fuhr sich mit der Hand über das Gesicht und schaute wieder aus dem Fenster. In Gedanken ging er noch einmal die Opfer des wahnsinnigen Killers durch, auch diesmal kam er auf keine offensichtliche Verbindung. Er nahm noch einen tiefen Zug und seufzte. „Ich bin zu alt für so nen Scheiß. Ich kann diesen ganze Psychomist echt nicht mehr ertragen. Als wären die normalen Morde nicht schon genug....“ Er drückte die Zigarette aus und lehnte sich zurück. Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schloss die Augen. Das half ihm meistens, sich zu entspannen und Entspannung, sagte er sich, brauchte er jetzt ganz dringend. Nach ein paar Minuten hörte er, wie jemand an seinen Tisch trat und er roch frischen Kaffee. Er öffnete die Augen und sah, wie Pam vor ihm stand. Allerdings hatte diese Pam die Augen weit geöffnet und dort, wo eigentlich ihr Herz sein sollte, ein großes Loch. Capullo schrie auf. „Greg, was ist denn? Hast du nen Geist gesehen oder was?“ Capullo rieb sich die Augen und vor ihm stand wieder die lebendige und besorgt dreinblickende Pam. „Hey, alles klar mit dir?“ Er nickte und nahm den Kaffee. „Ja, bin nur überarbeitet. Sorry.“ Pam setzte sich neben ihn und nahm seine Hand. “Du weißt, wenn du Probleme hast, bin ich da.” Capullo grinste. „Du hörst dich an wie meine Mutter, aber danke, das weiß ich zu schätzen.“ Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Aber jetzt solltest du wieder los. Jeff schaut schon ganz komisch.“ Pam nickte schmunzelnd. „Soll er doch, ohne mich wär´ er aufgeschmissen und das weiß er auch. Wirklich alles klar mit dir?“ Capullo legte ihr einen Fünf-Dollar-Schein hin und nickte. „Ja, aber jetzt muss ich wieder los. Hab viel zu tun, weißt du. Ich wünsch dir noch nen schönen Tag.“ Capullo stand auf, strich Pam noch über die Wange und ging dann aus dem Imbiss. Er kramte seinen Schlüssel raus, öffnete die Tür seines Pontiacs und setzte sich hinter das Steuer. Seufzend zündete er sich noch eine Zigarette an und fuhr wieder zum Revier.
Dort angekommen, ging er wieder in den Raum, den man für die Sonderkommission breitgestellt hatte und setzte sich an seinen Schreibtisch. Wie er es erwartet hatte, waren während seiner Abwesenheit mehrere Anrufe eingegangen. Er überprüfte sie und löschte die meisten davon wieder, da sie von seiner Ex-Frau waren, die sich beschwerte, dass seine Alimente nicht rechtzeitig kamen. Er hatte, weiß Gott, besseres zu tun, als sich mit dem Gekeife des Drachens, der sich Ex-Frau schimpfte, abzugeben. Vier dieser Anrufe waren vom Gerichtsmediziner, der ihm nur bestätigte, was er längst wusste: Der Psychopath, der seinen Opfern das Herz aus der Brust riss, hatte wieder zugeschlagen. Zwei weitere Anrufe waren von einem Reporter der New York Times, der ihn ausfragen wollte. Der letzte Anruf war sehr seltsam: Er bestand nur aus drei Worten: „Es wird weitergehen.“ Die Stimme des Anrufers war verzerrt und auch die Nummer wurde nicht angezeigt. Capullo rief nach Penny, die auch sofort eintrat. Capullo sah zu ihr auf. „Penny, sag Mike er soll rausfinden, wo dieser Anruf hergekommen ist und am besten soll er noch mein Telefon verdrahten. Wenn noch mal jemand anruft, will ich wissen, wer es ist. Ich hab keine Lust, den Killer am Rohr zu haben und es nicht zu merken.“ Penny nickte und verschwand wieder in ihr Büro.
Capullo lehnte sich zurück und betrachtete die Tafel. Das Foto des neuesten Opfers war bereits angebracht worden und Capullo wusste, Jack würde so schnell mit Hintergrundinfos ankommen, wie es nur ging. Auch dieses Mal wies das Opfer keine Besonderheiten auf; der Mann war ein Durchschnittsmensch gewesen und konnte der unteren Mittelklasse zugeordnet werden. Capullo hoffte, dass, sobald Jack mit den Informationen ankam, neue Erkenntnisse gewonnen werden konnte (er glaubte aber, dass dem nicht so wäre.).


Kapitel 2


In einem verfallenen Haus im New Yorker Stadtteil Brooklyn saß ein Mann mittleren Alters im Lotussitz auf dem Boden. Ein Kreis von Kerzen umgab ihn, auch der Rest des Raumes war mit Kerzen erleuchtet. Er hatte die Augen geschlossen und war in Trance versunken. Seine afrikanischen Gesichtszüge waren ruhig. Sehr ruhig. Er hatte sich die Haare schon vor vielen Jahren abrasiert. Er hatte festgestellt, dass er in der heutigen Zeit mit seinem Aussehen, seiner Statur und seiner Art zu sprechen einen gewissen ... Reiz auf die Frauen ausübte. Auch die tätowierten Schlangen auf seinem kahlrasiertem Schädel und die Ornamente und Symbole, die auf seinem ganzen Körper tätowierten worden waren, machten ihn einzigartig. Dass er auch noch von einer bestimmten und angesehenen Familie abstammte, war ebenfalls von Vorteil.

Die blutverschmierte Kleidung hatte er inzwischen verbrannt und sich neu eingekleidet.
Seine Augen waren geschlossen und er dachte nach. Er konnte es nicht fassen, dass seine Anwesenheit sogar schon den Geistlichen bekannt war.
Er hatte anderes zu tun, als sich schwachen Gottesgläubigen zu entledigen. Er musste seine Mission beenden und hatte keine Zeit, sich um anderes zu kümmern. Er fletschte die Zähne und grinste. In der heutigen Zeit war es nicht wirklich schwer, das zu tun, was ihm aufgetragen wurde. Die Welt lief vor Bosheit nur so über. Wie jedes Mal, wenn er über seine Mission nachdachte, wurde er trübsinnig. Er konnte nicht verstehen, wie sein Aufraggeber es ertragen konnte, jeden Tag Kontakt mit diesen Kreaturen zu haben. Sie waren schwach, dumm und närrisch. Er hatte viele Geschichten gehört, in denen sich Menschen gegen Dämonen und andere mächtige Wesen gestellt hatten und überlebten. In seinen Augen hatten sie es noch nicht einmal verdient, diesen Planeten zu bevölkern. Er sollte seinen Auftraggeber fragen, ob dieser den Auftrag auf die ganze Menschheit ausweiten könnte, doch er ahnte schon, dass dieser der Bitte nicht entsprechen würde. Sein Auftraggeber hatte seine Prinzipien, was dieses Vieh anging und er würde nicht davon abweichen. Langsam öffnete er seine Augen und streckte sich. Es wurde wieder Zeit. Er musste noch einige dieser Kreaturen vernichten und je früher er fertig wurde, desto früher konnte er wieder nach Hause. Er schmunzelte, als er an sein Heim dachte. Dort warteten sein Weib und sein Kind auf ihn. Er würde diesen Auftrag erfolgreich erfüllen und mit seiner Belohnung zurückkehren.
Der Killer stand auf und sah nach oben. Sein Blick durchdrang die Wände und suchte sein nächstes Opfer. Nach wenigen Sekunden hatte er es erblickt. Es war ein fettes Exemplar seiner Art und er war bewaffnet. Der Killer erinnerte sich an die Worte eines seiner früheren Opfer, dieser nannte Menschen wie den fetten Mann einen „Bullen“. Der Killer nahm sich vor, den „Bullen“ zu beobachten und zu sehen, was es mit ihm auf sich hatte. Er hatte keine Lust auf unangenehme Überraschungen. Seine Augen glühten kurz auf und er versank in den Schatten.

Capullo saß an seinem Schreibtisch, hatte sich in seinem Stuhl zurückgelehnt und wartete auf den nächsten Migräneanfall. Wie er es vermutet hatte, brachten ihm die Informationen, die ihm Jack beschafft hatte, nicht weiter. Das neueste Opfer war nicht aktenkundig, hatte nichts in seiner Vergangenheit getan, das ihn mit den anderen Opfern verband, er schien willkürlich ausgewählt worden zu sein und es frustrierte Capullo, dass er absolut nichts fand.
Er schlug mit der Faust auf den Tisch und stand auf. „Ich hab die Schnauze voll! Ich kann bald nicht mehr. Wenn das so weitergeht, geh ich in Rente.“ Er hörte, wie die Tür geöffnet wurde und drehte sich um. In der Tür stand sein Kollege Jack, der ihn besorgt musterte. „Alles klar mit dir? Du siehst beschissen aus, Greg. Willst du nicht nach Hause und ne Runde schlafen?“ Capullo grinste Jack schief an. „Danke, du bist aber auch keine Schönheit.... und was deine Idee mit dem nach Hause fahren angeht: Vergiss es. Erstens kann ich wegen den Morden keine Pause machen, weil wir nicht wissen, wann der Bastard wieder zuschlägt und zweitens bin ich mir sicher, dass dort mindestens ein Brief meiner Ex auf mich wartet, in dem stehen wird, dass sie mich aus irgendeinem sinnlosen Grund verklagen wird, nur um mich zu ärgern. Nein, danke. Da sitz ich lieber hier rum und seh beschissen aus. Und? Du bist doch sicher nicht hier, um mir zu sagen, dass ich pennen gehen soll, oder?“ Jack stieß sich vom Türrahmen ab und ging auf Capullo zu. „Wir haben einen Gast, sieht sehr offiziell aus.“ Capullo hob eine Augenbraue. „FBI?“ Jack zuckte mit den Schultern und steckte die Hände in die Hosentaschen. „Es scheint so, als hätten sie mitbekommen, dass wir nichts über den Killer rausbekommen haben und wollen uns wohl... ´unterstützen´. Ich weiss, dass dir das nicht passt, aber du musst doch auch schon gemerkt haben, dass wir mit unseren Mitteln nicht weiterkommen, oder?“ Capullo verschränkte die Arme vor der Brust und drehte sich zu den Tafeln um. „Mag sein... aber ich hab keine Lust, dass uns so ein Wichtigtuer rumkommandiert.“ „Von ´rumkommandieren´ kann gar keine Rede sein, Detective.“ Greg drehte sich um und sah hinter Jack die Quelle der tiefen Stimme: Einen hochgewachsenen Mann, der sicherlich Ende dreißig war, aber dennoch sehr vital und kräftig wirkte. Der Mann war in einen dunklen Anzug gekleidet und hatte die Hände in den Hosentaschen. Er grinste Capullo an. Capullo´s Unterkiefer klappte nach unten und er ging langsam um den Tisch herum. „Tom? Thomas Sansker? Was zum Teufel machst Du hier?” Tom nahm die Hände aus den Hosentaschen und ging auf Capullo zu. „Ich bin der Wichtigtuer, der dich rumkommandieren wird, Greg.“ Er streckte dem Detective grinsend die Hand entgegen und Capullo nahm und schüttelte sie. „Ich dachte, du wärst zur Armee gegangen? Seit wann bist du beim FBI?“ Sansker lehnte sich an den Tisch und sah Capullo an. „Also... ich bin nicht beim FBI, sondern bei der Firma und ja, ich war bei der Armee, wurde aber nach 3 Jahren vom CIA ´eingezogen`. Sie meinten wohl, die Armee könnte mir nichts mehr beibringen. Aber egal, ich bin hier, um euch zu helfen, diesen Killer zu finden und ihn zu verhaften.“ Capullo senkte den Kopf und seufzte. „CIA, huh? Naja, ich denke, du hast sicher alle Informationen, die auch wir haben, oder vielleicht sogar mehr.“ Er sah den Agenten an. „Wirst du uns mit neuen Informationen helfen können? Du siehst, wir kommen nicht weiter. Wir haben einfach keine Ideen mehr.“ Sansker nickte und verschwand in den Büroräumen, aus denen er kurz darauf mit einer Aktenkoffer zurückkam. Er legte diesen auf den Tisch und öffnete ihn. Darin befanden sich ein Laptop und einige CD-ROMs und DVDs. Sansker klappte den Laptop auf und gab ein Passwort ein. Sofort erschien ein Dispaly, auf dem einige Files mit den Kürzeln „NYM“ zu sehen waren. Capullo sah Sansker fragend an und dieser grinste ihn an. „NYM steht für ´New York Murderer`. Ich habe einiges an Informationen gesammelt und hier zusammengestellt. Schaff hier am besten nen PC rein und ich überspiel dir alles, was ich bis jetzt hab.“ Capullo grinste und sah zu Jack, der die ganze Sache still beobachtet hatte. „Du hast ihn gehört: Schaff mir so nen Kasten ran und dann treten wir diesem Killer so richtig in den Arsch!“ Jack nickte grinsend und verschwand aus dem Raum.
Als sich die Tür geschlossen hatte, schloss Sansker die Augen und seufzte. „Ihr habt echte Probleme, mein Freund.“ Capullo lehnte sich an den Tisch und sah den CIA-Agenten an. „Ja, wir stecken in ernsten Problemen und ich danke dir, dass du vorbei gekommen bist.“ Er grinste schief und zündete sich eine Zigarette an. „Hätte ich einen anderen Weg gesehen, hätte ich dich nicht dazu geholt, das weißt du, oder?“ Sansker sah zu Capullo und lächelte schwach. „Was soll’s, kann man eh nicht mehr ändern. Aber ich frage mich, warum zum Teufel du meine alten Armeekontakte dazu bringen musstest, bei mir rein zu schneien.“ Capullo bliess den Rauch aus der Nase und sah auf die Tafel mit den Fotos. „Ich wusste nicht, wo du zu finden warst und musste mich beeilen. Hier sterben immer mehr Menschen und ich kann die Bewohner dieser Stadt nicht beschützen. Ich bin zu alt und habe nicht solch ausgeprägte ... Fähigkeiten wie du.“ Sansker lachte auf. „Du und alt? Hah, frag mich mal.“ Er lockerte die Krawatte und öffnete sein Hemd. „Also, ich habe alles was du wolltest ... und ich habe mich umgesehen. Du hattest mit deiner Vermutung recht.... Das ist wirklich ein Fall für mich. Aber bevor ich aktiv werde, muss ich dich was fragen...“ Er sah Capullo geheimnisvoll an. „Hättest du Probleme damit, dass ich meine Youngbloods mit einschalte?“ Capullo erbleichte. „Youngbloods? Diese.... Monster?! Du willst diese Monster in meine Stadt bringen??” Sansker schüttelte den Kopf und schmunzelte. „Ich werde sie wahrscheinlich benötigen und ich versichere dir, dass weder dir noch jemandem anderen, der es nicht verdient, etwas geschehen wird.“ Capullo öffnete den Mund und sah zur Tafel. Er schloss ihn wieder und schloss die Augen. „Gut, meinetwegen. Du kannst sie holen... aber ich warne dich: Sollten sie wie damals außer Kontrolle geraten, werde ich erst sie und dann dich fertig machen, verstanden?“ Sansker grinste Capullo an „Das ist nur fair. Also gut, ich werde mich wieder verdrücken und meinen Part vorbereiten. Und du kannst mir einen Gefallen tun: Beruf eine Pressekonferenz ein und sag ihnen, dass Thomas Sansker, der Monsterjäger in der Stadt ist. Das sollte unseren Killer auf jeden Fall aufschrecken. Ich bin gespannt, was dann passieren wird.“ Sansker winkte Capullo zu und verschwand aus der Tür. Capullo drückte seinen Kippe aus und zündete sich eine neue an. „Deinen Optimismus möcht’ ich haben. Wir werden wohl sehen, was geschieht und ich hoffe, du fängst ihn schnell....“ Capullo drehte sich zur Tafel um und bemerkte nicht die Gestalt, die hinter ihm aus dem Schatten trat.


Kapitel 3

Der Killer hatte sich auf die Jagd begeben und den fetten Bullen beobachtet. Er hatte nicht vor, unüberlegt zu handeln und sein Opfer zu unterschätzen, deshalb hatte er sich ent-schlossen, erst mal zu beobachten. In den Schatten versteckt hatte der Killer auf eine Gelegenheit gewartet, zuzuschlagen und bekam so auch die Unterhaltung der beiden Männer mit. Der Killer hatte mit dem Gedanken gespielt, beide Männer zu töten, aber dann fiel ihm auf, dass mit dem blonden Mann etwas nicht stimmte: Seine Aura war zu hell für einen normalen Menschen und als der Killer versuchte, sich in dessen Gedanken umzusehen, war er auf Widerstand gestossen und das machte ihn nachdenklich. Er war noch nie auf jemanden wie diesen Mann getroffen und deshalb beschloss er, sich diesen Mann genauer anzusehen, sobald er seine Aufgabe erledigt und den fetten Mann getötet hatte.
Nachdem der blonde Mann den Raum verlassen hatte, wandte sich der Fette einer Tafel zu und stand mit dem Rücken zu dem Killer. Der Killer grinste breit und trat aus den Schatten. Das lief besser als er dachte, er musste dem Mann nur noch die Klaue durch den Rücken stossen und ihm sein Herz aus dem Leib reissen und niemand würde etwas mitbekommen.
Langsam fuhr er seine Klauen aus und ging auf den Fetten zu, ohne einen Laut zu machen. Als er ausholte und zuschlagen wollte, sprang die Tür auf und der Blonde stürmte in den Raum. Er hatte eine Waffe in der Hand, die er auf den Killer richtete und sprach Worte in einer Sprache, die ein Mensch eigentlich nicht kennen durfte und dennoch sprach der Mensch auf Babylonisch mit dem Killer: „Ich wusste, dass du da bist. Ich spürte dich und nun sehe ich dich. Ich werde dich vernichten, Wesen der Finsternis, du wirst nie wieder Unschuldige töten!“ Der Killer trat einen Schritt zurück und schaute den Blonden an. Dann begann er zu lachen. „Du, närrisches Wesen, willst mich töten? Aber warte, ich werde mich nicht derart leicht besiegen lassen. Ich werde euch eine Jagd liefern, die ihr nie vergessen werdet.“ Er machte eine Handbewegung und die beiden Polizisten erstarrten.. „Ihr solltet euch beeilen, denn wenn ihr es nicht schafft, mich zu stoppen, wird das Blut der Menschen in dieser Stadt vom Himmel regnen und alle meiner Art werden sich erheben und auf den Strassen wandeln. Ihr habt keine Zeit mehr, Menschen. Euer Ende ist nah!“ Dann trat der Killer mit einem diabolischen Grinsen in die Schatten und war verschwunden.
Die Erstarrung löste sich und Capullo ging in die Knie. „Wer zum Teufel war das?! Was war das? Ich konnte ihn nicht hören und plötzlich warst du da und hast ihn mit irgend einer Sprache, die ich noch nie gehört hab zugelabert. Was war das? Irgendeine europäische Sprache? Und wie hat er das mit den Schatten gemacht? Ist da ne Hintertür, von der ich nichts wusste?“ Sansker steckte die Waffe weg und half Capullo hoch. „Das war unser Killer. Und die Sprache, mit der ich mit ihm geredet habe, war eine sehr alte und längst vergessene Sprache. Aber frag mich besser nicht, woher ich das kann.“ Capullo zog eine Augenbraue hoch. „Keine Fragen, keine Lügen, eh?“ Sansker lächelte und setzte sich. „Ich fürchte, wir haben ein grosses Problem, mein Freund. Wenn es so ist, wie ich denke, dann steht uns noch eine lange und blutige Zeit bevor.“ Capullo setzte sich neben Sansker auf einen Stuhl und sah ihn an. „Was meinst du damit?“ Sansker schloss die Augen und seufzte. „Glaubst du an Vampire, Greg?“ Capullo sah seinen Freund an und sagte nichts.
Sansker stand auf, ging zum Fenster und sah hinaus auf die Stadt. „Seit vielen Jahrtausenden wandeln die Vampire auf Erden. Es heisst, dass Gott Kain damals, als er seinen Bruder erschlagen hatte, ihn mit dem Fluch des Vampirismus gestraft hatte. Er verbannte ihn in die Nacht und verurteilte ihn dazu, ewig zu leben und von dem Blut seiner ehemaligen Verwandten zu trinken. Kain aber fühlte sich einsam und schuf sich eine Art Familie.
Er machte drei Menschen zu seinesgleichen und diese Drei schufen weitere und diese auch und so weiter. Aber als sich die Menschen bewusst wurden, was für eine Höllenbrut sich unter ihnen bewegte, fingen sie an, diese Geschöpfe zu jagen. Erst mit mäßigem Erfolg, aber es kamen immer mehr Menschen, die sich den wahren Glauben an Gott bewahrt hatten dazu und die Jagd wurde immer erfolgreicher. Heute gibt es nicht mehr viele dieser Vampire, doch diejenigen, die Jahrhunderte und Jahrtausende überlebt hatten, sind heutzutage sehr mächtig. Sie können einen mit einem einzigen Gedanken vernichten oder versklaven. Aber auch die Jäger sind heutzutage mächtiger und auch besser organisiert.“
Er drehte sich um und sah Capullo an. „Unsere Regierung hat vor Jahren eine Organisation ins Leben gerufen, deren einziger Zweck es ist, diese und ähnliche Wesen zu jagen und zur Strecke zu bringen. Früher waren wir unter dem Namen Inquisition bekannt, heute sind wir unter diesen Wesen unter anderem als Leopoldsgesellschaft bekannt. Wir sind die Jäger der Verdammten und wir stehen in der Rangordnung um einiges höher als alle bekannten Geheimdienste. Selbst die CIA kuscht, wenn wir kommen“, fügte er mit einem Grinsen hinzu, „doch unsere Aufgabe wird immer schwerer, je besser sich diese Kreaturen organisieren. Und es scheint, als würde sich etwas zusammenbrauen. Irgendetwas wird geschehen und, um ehrlich zu sein, wir haben keine Ahnung, was.“
Sansker ging zu der Tafel und sah sich die Bilder an. „Die Kreatur, die wir eben gesehen haben, ist ein sehr alter Vampir, aber die Tatsache, dass er sich persönlich die Hände schmutzig macht, deutet darauf hin, dass er selbst jemandem dient, der wohl noch älter und mächtiger ist. Und wenn man sich die Tatsache bewusst macht, wie stark dieser Vampir ist, möchte ich fast nicht wissen, wer da die Fäden zieht.“
Capullo stand auf und stellte sich neben seinen Freund. „Du willst mir also sagen, dass all diese Menschen von diesem ... Vampir getötet wurden und es noch schlimmer werden wird?“ Sansker nickte und senkte den Kopf. „Noch sehr viel schlimmer. In den letzten Jahren ist viel grausames auf der Welt geschehen und wenn man sich ausrechnet, in welchem Maß die Gewalt zugenommen hat, kommt man sehr leicht darauf, dass in den nächsten Jahren ein Sturm der Gewalt über die Erde ziehen wird, den die Wenigsten überleben werden. Und ich glaube, das ist nicht nur die Schuld der Menschen.“ Capullo zündete sich eine Zigarette an. „Und was machen wir jetzt? Trübsal blasen?“ Sansker schaute Capullo an und sein Blick war kalt und ernst. „Nein, wir gehen auf die Jagd und töten dieses Monster!“


(so... für mehr hats nich gereicht. Haut mich wenn ihr wollt. Pöh. Ich hab ne Schreibblockade -.-)
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Postby SilaZ » Thu Jun 29, 2006 3:39 pm

Wieso sollten wir dich schlagen? Da gibts bessere Methoden... :twisted: Nein, nein. Ich finds gut. Ehrlich! :D
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Postby Anthalerero » Fri Jun 30, 2006 2:22 am

gut geschrieben! Ich warte schon auf eine Fortsetzung!
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Postby Niall Mackay » Fri Jun 30, 2006 4:47 pm

Ich warte mit!

Der Text ist echt gut!
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Postby DARK THOMI » Fri Jun 30, 2006 5:35 pm

Des is Gut!
Gefällt mir :twisted:
Ich warte auch mit..
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Postby SilaZ » Thu Jul 13, 2006 7:34 pm

Hey schreibst du gar nich mehr weiter? *flenn* *heul* *schluchz* Bitte mach weiter! *ganzliebguck*
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Postby sindel » Sun Jul 23, 2006 4:20 pm

Schreibblockaden sind ätzend, das kenn ich...

ich reihe mich trozdem mal bei den wartenden ein *hofft auf forsetzung*
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Postby rennol » Sun Oct 29, 2006 11:19 am

Super, ich warte auch auf eine Fortsetzung. :P
Du bist voll das Talent, finde ich. :wink:
Mein Bruder hat ein Forum über so eigentlich alles!
Wir habens in erstml 4 Kategorien unterteilt ihr könnt euch ja anmelde würd mich freuen!!!(mein Bruder auch)
Alle bis dann und Regiestrieren oda...
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Postby KlaKa » Tue Oct 31, 2006 2:17 am

Jup, es wäre echt super wenn sie weiterschreibt. Da sie aber am 3. July ihren letzten Post gemacht hat stehen die Chancen schlecht :(
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